Aufträge und/oder Liquidität

Finger hoch, wer weiß, dass Controlling nicht Kontrolle sondern Steuerung heißt….

Wer braucht Controlling? Jeder, der ein Unternehmen verantwortungsbewusst und erfolgreich steuern will.

Warum? Weil viel Ressourcen dafür verloren gehen, den falschen Kunden hinterherzulaufen.

Nicht jeder Auftrag ist gut - manchmal ist es vorteilhafter, einen Auftrag nicht zu bekommen…

Quatsch? Nein!
Beispiel: Sie arbeiten an einem Großprojekt, das Sie vorfinanzieren müssen. Haben Sie einen so langen Atem, soviel Liquidität? Material und Löhne müssen gezahlt werden, auch wenn Ihr Kunde mauert..

Gegenargument könnte sein: Ich muss den Auftrag haben, um meine Leute zu beschäftigen. Warum? Was wollen Sie, Leute beschäftigen oder Geld verdienen??

Überlegen Sie in jedem Fall, wie der Auftrag ablaufen kann. Stellen Sie Bedingungen - x% bei Auftragserteilung, x% bei Fertigstellung von vorher definierten Teilzielen, x% bei Abnahme.

Und wenn der Kunde nicht akzeptiert? Derzeit werden Rechnungen im Schnitt nach 55 Tagen gezahlt (nach Rechnungsstellung, nicht nach Auftragserteilung!). Rechnen Sie Überziehungszinsen in die Kalkulation mit ein, reden Sie mit Ihrer Bank VORHER, bevor Sie den Auftrag annehmen. Sichern Sie sich ab…

Fortsetzung folgt….

verfasst von K. Menne - Manager für einen Tag
Externes Controlling für den Mittelstand
http://www.manager-fuer-einen-tag.de

3 Kommentare zu “Aufträge und/oder Liquidität”

  1. home_is_the_best sagt:

    Richtig, doch was bringt das beste Controlling wenn der Vertrieb versagt?

    Falsche Planzahlen oder Auftragsgründe, Fehler bei Mwst. in SAP bringen selbst das best-ausgeklügelste Controllingkonzept zur Weisglut.

    Da stimmen dann die Zahlen teilweise vorne und hinten nicht- das Controlling ist aber an allem Schuld wenn es nicht rechtzeitig die Zahlen für Monats-, Quartals-, Halbjahres- bzw. Jahresabschluss liefern kann.

    Controlling kann nur funktionieren wenn die umliegenden Resorts richtig arbeiten. Dass Fehler passieren ist normal und verzeihbar doch sie dürfen nicht überhand nehmen.

  2. colognecontrolling sagt:

    Grundsätzlich - Controlling ist immer an allem schuld. Diesen Grundsatz kann ich aus meiner langjährigen Praxis nur bestätigen. Aus der Mühle muß mann/frau raus.
    Wer macht denn bei Ihnen den Plan? Der Controller? FALSCH! Die Verkäufer und Abteilungsleiter müssen planen, sonst fühlen sie sich nicht verantwortlich.
    Machen Sie in jedem Fall auch Abweichungsanalysen zu Plan/Vorjahr. Da kann man i.d.R. schon wunderbar erkennen, ob die Planzahlen Hand und Fuß hatten.
    Zum Vertrieb kommt später, morgen, nächste Woche (?) ein weiterer Eintrag.

  3. home_is_the_best sagt:

    Bei uns machen die Verkäufer, Abteilungsleiter, bzw. regionale Leiter die Planung.

    Abweichungsanalysen werden bei uns schon seit Jahren durchgeführt. Interessant zu sehen ist oftmals die Faulheit der Vertriebler. Da wird dann die Planzahl für z. B. Monat Juli auch im Juni als Forecast angegeben.

    Wie unrealistisch, denn a) gibt es auf alle Fälle Abweichungen und b) wurden die Zahlen über ein halbes Jahr im Voraus geplant. Unwahrscheinlich, dass sie tatsächlich auch zu erwarten sind.

    Freue mich schon auf den Vertriebs-Artikel !! :-)

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